Projekte Margit Klammer

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Inhalt

 

Der Ort und sein Wesen

Eine Reise zu tausend Möglichkeiten

 

2017 Der Mensch, die Natur dazwischen ein UND

 

Der Mensch ist nur ein Teil der Natur. Diese Arbeit besteht demnach aus verschiedenen dreidimensionalen Teilen. Menschliche, tierische und pflanzliche Elemente interagieren miteinander und greifen in den Raum.

Ein Flügel und Elemente die wegzufliegen scheinen: ein Symbol für Freiheit. Und während der Flügel als Form ein tierisches Element ist, so weisen doch die „Federn“ die Struktur pflanzlicher Elemente auf. Die einzelnen Kleinteile wiederum scheinen Blätter oder Federn zu sein, beinhalten jedoch die Struktur von Samen. Ursprung dessen wovon wir uns ernähren. Der Kopf ruht auf der Hand und verbindet so Denken und Tun.

Verschiedene Kleinteile aus Acrystal und gebrannter Erde - Hotel Patrizia - Dorf Tirol
 

2017 Zeit... zwischen Himmel und Erde

 

Wir kommen vom Licht und gehen zum Licht, immerzu.


Installation mit 25 Köpfen aus Steinzeug, verspiegelt und hinterleuchtet. Die Farbtemperatur des Lichts passt sich von morgens bis abends dem Tageslicht an. Hotel Giardino-Marling
 

2016 giardino marling

Porzellanblumen an der Garage
 
bibliophile Natur
Zweifellos - Tryptichon 155 x 121 cm
 

Wo Blumen in der Garage „blühen“ und wo wächst was man sich in den Kopf setzt.
 

2015 Meraner Frühling - ART & NATURE

Kunst-Naturdenkmal im barocken Kleid
Kunst-Naturdenkmal im Sturm
Kunst-Naturdenkmal im Sturm
Kunst-Naturdenkmal im Sturm
Kunst-Naturdenkmal im Sturm
Kunst-Naturdenkmal im neuen Kleid
Kunst-Naturdenkmal im neuen Kleid
 
Kunst-Naturdenkmal im neuen Kleid bei Nacht
14.07.2015
14.07.2015
 

Hommage an ein Naturdenkmal im Elisabethpark von Meran

Zahlreiche Bäume in Meran stehen als Naturdenkmale unter Schutz. Sie sind stämmige Wegmarken der Stadtgeschichte, aber kaum jemand weiß, wo sie zu finden sind. Man erkennt sie an den Schildern, die sie als geschützt ausweisen, und an den teils ausgehöhlten Stämmen, die im Inneren mit Hilfe von Stangen oder durch Seile stabilisiert werden. Die alte mit Bäumen verbundene Symbolik - Lebensbaum, Weltenachse, Mittler zwischen Himmel und Erde - haben sie weitgehend eingebüßt.
Einem Exemplar davon schenkt die Künstlerin Margit Klammer durch ihre Intervention im Rahmen des Meraner Frühling „Art & Nature" besondere Sichtbarkeit. Es handelt sich um eine 200 Jahre alte Graupappel im Elisabeth-Park, ein Baum von 2 Metern Durchmesser, heller Rinde und breitem Geäst.
Die Künstlerin zieht der Pappel ein dunkles, halbtransparentes Barockkleid aus Chiffon mit Reifrock an. Der Baum wird personifiziert, er wird zur festlich, gekleideten Frau. „In mageren Zeiten", sagt die Künstlerin, „sehnen sich die Menschen nach Fülle“
Der Stoff ist Formen der vegetabilen Natur nachgebildet, grüne Stengel wachsen von innen nach außen. Die Helldunkel-Kontraste zwischen dem Baumstamm und dem Kleid, sowie die Gegensätze zwischen Natur und Kunststoffkleid verstärken die Sichtbarkeit und machen die Intervention zu einem künstlichen Denkmal für ein Naturdenkmal.
Ganz offensichtlich spielt die Intervention einerseits mit dem universellen Merkmal des Jugendstils, dem Floralismus. Die Kunst des Jugendstils lässt es auf Papier und Stoff, auf Lampen und Möbeln, in Holz und Silber, und in der Architektur wachsen, blühen und ranken. Ihre geheime, sehnsuchtsvolle Botschaft lautet immer: „Werdet wie die Pflanzen!"
Andererseits sind auch die archetypischen Motive aus Mythen, Märchen und Sagen unübersehbar. Baumsymbolik ist seit den Anfängen von Kunst und Literatur bezeugt. Schöpfungsmythen verschiedener Völker lassen Götter oder auch den ersten Menschen aus einem Blumenkelch oder aus einem Baum entstehen. Die Erscheinungsformen des Lebendigen sind auf sympathetische Weise miteinander verbunden und das gilt insbesondere für Mensch und Pflanze. Menschen, fast immer weibliche, können in Mythen und Märchen in Pflanzen verwandelt werden. Das bekannteste Beispiel dafür ist die Bergnymphe Daphne, die sich auf der Flucht vor Apollon in einen Lorbeerbaum verwandelt.
Mensch und Baum sind in Klammers Intervention, jenseits aller Unterschiede, aus demselben Stoff gebildet, dieselbe zu ewig neuen Formen drängende Energie hält sie zusammen. Heinrich Schwazer

Ein Gemeinschaftsprojekt der Kurverwaltung Meran in Zusammenarbeit mit Kunst Meran, der Gemeinde Meran, der Meraner Marketinggesellschaft sowie zahlreichen anderen Vereinigungen und der Beteiligung internationaler Künstler - Kuratiert von John K.Grande
 

2013 Meran beflügelt

 
 
 

Ein Konzert mit 2 Flügeln der Schüler der Musikschule Meran - am Pfarrplatz von Meran

Die Oktave ergießt sich in den Stadtraum. Sie umfasst acht Töne wobei der achte Tom die doppelte Frequenz vom ersten Ton hat
Inszenierung mit 800 Kerzen und 2x 80 Stühlen
Foto Damian Pertoll
 

2013 Der schönste Tag

 
 

Die Vase braucht die Blume braucht die Vase.

Gemeinschaftsprojekt mit Floristen
 

2013 BEZIEHUNGSWEISE

 
 
 

Ein Kunst-, Theater,- Sprachen-, Musikprojekt im Kunstgymnasium Meran - Spielräume zwischen dem Ich und dem Anderen

Beziehungen bestimmen unser Leben. Beziehungen zu Menschen, Natur, Umwelt und den Dingen, die uns umgeben. Sichtbarer und unsichtbarer Raum dazwischen. Und dennoch gibt es keine Leere.
In Zusammenarbeit mit Anuschka Prossliner
 

2013 Archeo - Brixen - Elvas

 
 

Archäologischer Lehrpfad

Die Bedeutung dieses Wanderweges liegt nicht nur in den Funden der archäologischen Ausgrabungen, sondern vor allem in den Fundstellen dieser Landschaft. Sie sind bis heute nahezu unverändert geblieben und veranschaulichen eine wechselvolle Geschichte und menschliche Aktivitäten von der Steinzeit bis in die Gegenwart.
Die mit großer Umsicht ausgewählten Siedlungsplätze der vorgeschichtlichen Menschen finden sich im Bereich von Stufels (Brixen), Pinatz, Elvas, Natz-Schabs durchwegs in strategisch günstigen Lagen. Ausschlaggebend für die Wahl dieser Plätze waren klimatische Vorzüge, das Wasservorkommen, eine windgeschützte Lage sowie die Rundumsicht über das umliegende Territorium. Die Faszination dieser archäologischen Wanderung besteht darin, dass man in eine archäologische Welt eintauchen kann, die man selbst erkundet.
Ein Gemeinschaftsprojekt mit Wolfram H. Pardatscher
 

2011 Salewa Headquarter - Unendlicht - Bozen

 
 
 
 

Räume falten sich ein und falten sich aus. Sind Falten Raum oder sind sie Materie?

Durch Ansammlungen von Muscheln, Korallen und Kalkalgen sind unsere Berge vor circa 250 Millionen Jahren entstanden. Auf dem Meeresgrund haben sich hunderte Meter von Sedimenten gebildet die im Lauf der Zeit unter ihrem eigenen Gewicht alles Wasser verloren und sich zu felsigen Formen verdichtet haben. Das Zusammendriften der europäischen mit der afrikanischen kontinentalplatte hat Berge entstehen lassen die sich weit über 3000 Meter über dem Meeresspiegel erheben. Ein Zustand der sich auch heute noch fortsetzt. Entstanden sind so Formen unendlicher Vielfalt, zeitweise unverständlich aber immer von atemberaubender Schönheit.

Diese Formenvielfalt prägt unsere Landschaft und mit ihr unseren Lebensraum und unsere Lebenseinstellung. Im Unterschied zu den Menschen im Flachland sind Menschen der Berge immer gefordert den eigenen Lebensraum und die eigenen Grenzen zu hinterfragen sowie die natürlich gegebenen Bedingungen als Herausforderung anzunehmen. Das erfordert Mut und zuweilen auch die Notwendigkeit die eigenen Grenzen zu überschreiten. Man setzt sich Ziele und ist bereit jegliche Höhen und Tiefen zu überwinden. Das Ziel aber wird nur erreicht, wenn es in der eigenen Vorstellung Gestalt annimmt und möglich erscheint.
SALEWA = BERG Ein Faltengebirge das zum Lebensraum wird. Eine Welt die aus den unterschiedlichen Blickwinkeln immer anders wirkt. Eine Landschaft die durch Wasser entstanden ist und immer noch geformt wird.
Ein Lebensraum als Herausforderung, der von Menschen und Pflanzen erobert wird. Eine Welt in Bewegung.
Aus der inneren Sichtweise dem Wunsch folgend höhere Ziele zu erreichen und dem Bewusstsein, dass der Glauben an die eigene Vorstellung vieles möglich macht.
 

2011 Ein Garten als erweiteter Wohnraum - Eppan

 
 
 

2011 Les Libres Lifestyle - Meran

 
 

Ein altes Geschäft – ein neue Geschäft.
Vorhandenem neues Leben einhauchen.
 

2009 Rosenkrone - Landesfestumzug - Innsbruck

 
 

Keine Rose ist ohne Dornen
ich brauche Dornen ihr beschützendes Schweigen.
ich brauche Blüten, die Kraft ihrer Poesie.
ich will mich einhüllen im Duft der verrinnenden Zeit,
wie der Tag in der Nacht, der Schatten im Licht.

Ohne das Andere bin ich nicht ich.
 

2008 Farbe im Zwischenraum - Grundschule - Welschnofen

 
 

Ist die Welt monochrom, wirkt sie unendlich und alles was darin anders ist, wird wichtig.
 

2008 wenn Räume zu Natur werden - Meran

 

Von der Sehnsucht nach den Blättern der Kastanien.
Wandgestaltung mit Lehm und Glaswand zum Bad in einer Privatwohnung.
 

2007 Ichty - Grundschule - Feldthurns

 
 

Es gibt also Etwas das uns verbindet und gleichzeitig trennt

Etwas das uns seit Urzeiten gemeinsam ist und uns in die Zukunft führt. Nachdem es sich um etwas Unbestimmtes handelt das sich einer genauen Definition entzieht, etwas für das wir keinen Namen haben, nenne ich es ICHTY
ICHTY ist der Zwischenraum in unserer Erinnerung und den Dingen die noch kommen werden. Seine Gestalt ist für jedes Kind und jeden Erwachsenen individuell lesbar und jeder sieht was er sieht. Es kann uns sagen: meine Welt ist so, wie Ich sie sehe und zeigt sich mir so wie Ich sie gestalte. Als frei schwebendes Etwas im Raum ist es bereit mit allem in Beziehung zu treten. Das ist sein freier Wille, auf dass sich die Neigungen, Fähigkeiten und Vorlieben, die in jedem Kind individuell vorhanden sind, entwickeln und gedeihen können.
Gut möglich, dass auch wir Erwachsene von ICHTY lernen können, was Kinder nicht verlernen sollten, nämlich unseren Gefühlen und unseren Sinnen zu vertrauen, um zumindest zwischendurch, jenes menschliche, animalische, pflanzliche Etwas zu sein, das auf der Erde wandelt und in die Sonne blinzelt.
15 km gehäkelte Nylonschnur
 

2005 Skulptur oder Raum

 

Wenn sich das Haus fortsetzt im Garten

Stein, Wasser und Pflanzen werden zu einer fließenden Skulptur.
 

2004 Das Labyrinth - Rehazentrum - Salurn

 

Anfang und Ende
Während er eine Hand voll Sand aufnahm, sagte der Nomade
„Das ist mein Leben“
und mit der anderen Hand die selbe Geste wiederholend
„und das ist mein Tod
alles andere ist Fata Morgana“
Edmond Jabés
 

2003 Hier und jetzt - Hotel Patrizia - Dorf Tirol

 

Hinterlasse ich Spuren
Interaktives Projekt mit den Gästen des Hotels. Kleine Vetrinen nehmen die Dinge auf welche die Gäste auf ihren Wanderungen entdecken.
 

2003 pantha rhei - art drive in - parking thermae meran

 

Tiefgaragen sind Nicht Orte, keiner erwartet hier Kunst.

Anonyme Orte, unheimlich zuweilen, Durchgangsorte, nicht zum verweilen bestimmt. Und dennoch prägen uns solche Orte. Ein Blick hinter die Mauern; alles fließt.

“Wir befinden uns unter dem Tappeinerplatz, in der Tiefgarage der Neuen Meraner Thermen. In der obersten Ebene empfängt eine lange aufgeschlitzte Wand aus rostfarbenem Cortenstahl den Besucher. Aus dem horizontalen Spalt treten Wassernebel aus duftend, leuchtend. Sie begleiten die ausfahrenden Autos wieder ins Freie. Man hat die Thermen besucht, ist mit heißem Wasser und Dämpfen in Berührung gekommen.

Der fundamentale Umgang mit den Elementen Wasser und Licht liegt dieser Arbeit zugrunde. Der Eingriff auf die stahlverkleideten Garagenstützen mit den vertikalen Lichtschlitzen an den Kanten, stellt den Versuch dar, räumliche Strukturen aufzuheben. Die geschlossene Fläche des harten Materials wird durch das Licht neutralisiert, durch den austretenden Wassernebel relativiert, durch den wahrzunehmenden Duft in Frage gestellt. Es ist ein Wechselspiel von sich gegenseitig aufhebenden Bestandteilen der dritten Dimension.” Benno Simma
 

2002 Wellness - Hotel Patrizia - Dorf Tirol

 

Gesundheit und Schönheit
Vier Körperteile in Nischen.
 

2001 Erde Wasser Licht
Oberschule für Landwirtschaft, Schloss Baumgarten - Auer

 
 

Je mehr sich die Kunst der Natur annähert, umso mehr verlässt sie den Raum der Kunst.
Wenn wir von Raum sprechen, denken wir normalerweise an den euklidischen dreidimensionalen Raum, den Raum der Mathematiker und Physiker. Raum der sich an Längen und Breitenmaßen orientiert, so wie wir es in der Schule gelernt haben. Es ist das Raum den man in Metern und Zentimetern angeben kann, der architektonische Raum, der durch feststehende Größen limitiert ist und endlich. Überall gibt es einen Horizont und überall gibt es Grenzen. In solchen Räumen fühlen wir uns sicher.
Dann und wann gibt es aber auch klar definierte, mit Mauern umgrenzte Räume, die weit über die konkreten im Leben unmittelbar erfahrbaren hinausweisen. In diesen Räumen bauen sich Beziehungen auf die es im Mathematischen Raum nicht gibt. Das Paradoxe an diesen Räumen ist, dass sie zwischen fließenden Übergängen scharf ausgeprägte Grenzen haben. Erlebbare Räume wachsen in unendliche Weiten, und zwar nicht weil Maßeinheiten aufgehoben sind, oder der Raum sich von der Wirklichkeit löst, sondern weil zwischen Menschlichem und Abstraktem ein Verhältnis entsteht. Zwischen Ordnung und Chaos, zwischen Natur und Kunst. Die Unterschiede heben sich auf und verschwimmen. Sie halten das Gleichgewicht und werden dadurch nicht etwa zu etwas nur Vorgestelltem oder gar Eingebildetem, sondern zu unmittelbar erfahrbarer Wirklichkeit.

Räume können also einschränken und weiten. Entfaltungsmöglichkeiten bieten und einengen. In ihnen spielt sich unser persönliches Leben ab wie auch das kollektive. Die materielle Beschaffenheit von Räumen, die Qualität der Verarbeitung der Dinge im Raum, die Führung des Lichts, die mathematischen Größen….. das WIE von all dem bestimmt, ob Räume uns fördern oder hemmen. Der Raum als Spielwiese von Ereignissen. Wer konkreten Raum gestaltet übernimmt Verantwortung für all jene die diesen Raum nutzen, auch wenn der Raum durch jeden der ihn betritt wieder gestaltet wird. Der Raum verändert sich mit den Menschen, die sich in ihm aufhalten und mit dem Leben das sich in ihm vollzieht. Wenn wir Raum aber als Ort empfinden der etwas begrenzt, oder trennt, sei es nun Natur von Kultur oder das konkrete Ding vom ihn umgebenden Raum, schränken wir ein, statt zu verbinden. Nachdem sich aber auch der Mensch im Raum befindet und zwar nicht wie ein Gegenstand, sondern selbst Raum ist, interagiert alles mit allem.

Räume verbinden Menschen mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Räume sind gelebte Zeit.

Erde und Raum - Realität und Mythos. Kunst schreckt nicht davor zurück Dinge oder räumliche Abhängigkeiten zu verkehren. Sie ist jederzeit bereit das Draußen nach Drinnen zu holen um Perspektiven und Dimensionen zu vereinen. Sie bedient sich der Einbildungskraft als dem natürlichsten Empfinden. Jeder Eingriff wird Wirklichkeit weil er konkrete Gedanken und imaginäre Bilder verbindet. Kunst öffnet die Tür zum eigenen Ursprung, in dem sich Versuchungen ansammeln und der Wunsch das eigene Sein in seinem Untergrund zu erschließen. Sie sensibilisiert das Sichtbare, verfeinert das tägliche Leben, um zu entdecken wo man als Individuum selbst steht. Kunst ist wie der Gott der Schwelle, wie Janus mit dem doppelten Gesicht.
 

2001 Alles Wolle - Geschäft Stadler - Bozen

 

Wolle, Knöpfe und Co.
Wand - und Möbelgestaltung mit Wolle und Knöpfen.
 

2001 Gärten von schloss Trauttmansdorff - Voliere - Meran

 
 

Endstation Vogelfrei

Am Ende aller Wege, am obersten möglichen Standort im Botanischen Garten, am Endpunkt, dort wo der Blick den weitesten Horizont umfasst und ein Gefühl von Freiheit überhand nimmt, wo die Landschaft in all ihrer Schönheit von einem Besitz ergreift
ein Freiraum, ein Schutzraum,
für Vögel, die nicht in ihr beheimatet sind. Heimat ist dort wo man sich wohl fühlt. Ort der Ruhe und der Perspektive, der geschlossenen Einheit und der Offenheit nach aussen. Ein Ort der Freude für jene, denen dieses Wort noch Bedeutung verspricht, ein Ort zur Klärung der Gedanken derer, die Stätten wie diese als sinnlos erachten und lebensfremd. Ein Ort wo Freiheit und Schutz sich vermählen.

Mensch betrachtet Vogel - Vogel betrachtet Mensch

Wer ist gefangen und wer ist frei?
Ein vergitterter Gang leitet den Besucher durch das von Pflanzen schützend umgebene Gehege. Der Garten wird spürbar. Pflanzen gewähren auch Schutz. Der Weg ist das Ziel.

Am Ende der Brücke - nur Gedanken sind frei – solo il pensiero vola

Möchtest du fliegen, beneidest oder bedauerst du die Vögel in ihrem Gehege? Impliziert das Wort Freiheit sich hinwenden zu können wo immer man will, schutzlos, oder ist Freiheit der Wille Grenzen zu setzen, um sie erfahren zu können? Tu es den Vögeln gleich, setz dich auf die rote Schaukel und lebe, geniese den Anblick, die Anmut der Insassen, die dich nur als Gast dulden, ihre Schönheit, ihren Gesang, ihre beschützte Freiheit und deine. Steh auf der Brücke und blicke ins Tal, bis zum Horizont, schau in die unbändigen Tiefen, die Lehmhänge hinab und geniese den Schwindel, der dich befällt. Wo fühlst du dich wohler, dort wo die Welt dir zu Füssen liegt, oder dort wo Pflanzen dir Heim bieten und Schutz vor Sonne und Wind? Wähle den Ort, der dir am meisten entspricht: allein über den Dingen oder unter anderen im Gehege, dessen Sinnhaftigkeit du bezweifelst, dessen Ruhe und Harmonie du aber dennoch nicht missen möchtest.
Verweile und schaue und höre und fühle und sei

ganz Vogel – ganz Mensch

Die Ausführung erfolgte in Zusammenarbeit mit Wolfram H. Pardatscher
 

2000 Gärten von Schloss Trauttmansdorff - Meran - Pavillons

 
 
 

Le monde est plus petit, sans fou

Könnte diese Aussage der Grund dafür gewesen sein, warum „Folies“, wie die Pavillons der Gärten von Schloss Trauttmansdorff andernorts bezeichnet wurden, errichtet wurden?
Man muss sich beeilen, wenn man noch etwas sehen will, erkannte bereits Paul Cézanne, und haltet die Erde an, ich steige hinab, forderte Jean Laude.

Orte also, zum Innehalten und Verweilen in einer immer hektischer werdenden Welt, Vermittler der Natur zwischen gewachsener Natürlichkeit und gebauter Künstlichkeit und dem Anspruch Natürlichkeit erklären zu wollen.
Ein Botanischer Garten ist keine natürlich gewachsene Landschaft, sondern ein künstlich geschaffener Raum. Natur allein würde keine Bereiche erstellen, eingeteilt in Sonnen - Terrassen - Wasser - und Waldgärten. Die Konturen würden verschwimmen und die Pflanzen würden sich ihren natürlichen Standort selbst suchen. Auch wäre die Wahrscheinlichkeit gering, dass exotische Pflanzen in unmittelbarer Nähe einheimischer Gewächse stehen.

Um diese vorgegebenen Themengärten den Besuchern näher zu bringen entstand der Wunsch, die künstlich erstellten Bereiche in Gestalt von Pavillons, zu ausdrucksstarken für alle Sinne wahrnehmbaren Erscheinungsbildern zu verdichten. Sie sollten Art und Wesen der sie umgebenden Pflanzen sichtbar machen, Tatsachen erklären woher sie stammen, welche Lebensbedingungen sie brauchen und wie sie gebaut sind, um diesen zu entsprechen und Antworten auf Fragen geben, wie sie zu uns kamen.
Entstanden sind Konglomerate, angesiedelt zwischen Kunst und Architektur, im Einklang und als Kontrapunkt zur gewachsenen Natur, als dichte Packung von Kommunikation zwischen Mensch und Pflanze; nicht nur Skulptur und nicht ausschließlich dem Witterungsschutz und der Information dienende Kleinode in der Landschaft.

Die Ausführung erfolgte in Zusammenarbeit mit Wolfram H. Pardatscher
 

1999 eine Schule fürs Leben - Grundschule - Sexten

 
 
 
 

Wangestaltung mit Schultaschen

So unterschiedlich wie die Buchstaben im Alphabet sind, so unterscheidet sich jeder Mensch vom anderen und egal aus welchem Stoff die Schultaschen und deren Träger gebaut sind nur durch das Sich – Bewusst – Werden dieser Andersartigkeit und Vielfalt, durch Toleranz und Akzeptanz, ergibt sich jene bunte Welt, die das Leben im Allgemeinen und das der Schule im Besonderen, erst lebenswert macht. Schule ist nicht ein Ansammeln von Wissen, um des Wissen haben willens, sie muss Schule fürs Leben sein und die grundlegendsten und wesentlichsten Dinge des Lebens ihren Schülern vermitteln, ebenso wie diese aufgefordert sind jede Erfahrung mit zu nehmen und zu bewahren.

 
 

2017 Der Mensch, die Natur dazwischen ein UND

 
Der Mensch ist nur ein Teil der Natur. Diese Arbeit besteht demnach aus verschiedenen dreidimensionalen Teilen. Menschliche, tierische und pflanzliche Elemente interagieren miteinander und greifen in den Raum.

Ein Flügel und Elemente die wegzufliegen scheinen: ein Symbol für Freiheit. Und während der Flügel als Form ein tierisches Element ist, so weisen doch die „Federn“ die Struktur pflanzlicher Elemente auf. Die einzelnen Kleinteile wiederum scheinen Blätter oder Federn zu sein, beinhalten jedoch die Struktur von Samen. Ursprung dessen wovon wir uns ernähren. Der Kopf ruht auf der Hand und verbindet so Denken und Tun.

Verschiedene Kleinteile aus Acrystal und gebrannter Erde